Viele Maschinen und Anlagen der Industrieautomation sind mit Robotersystemen ausgestattet. Die korrekte Anwendung dieser Norm ist daher ein wichtiger Bestandteil beim Nachweis der Erfüllung der gesetzlich geforderten Sicherheitsanforderungen.
Wichtigste Änderungen in der neuen Norm sind:
Das Verfahren zur systematischen Risikobeurteilung wurde den Vorgaben der EN ISO 12100:2010 angepasst. Die Liste der signifikanten Gefährdungen wurde dadurch übersichtlicher und verständlicher.
In einem 11-seitigen Anhang wird eine Checkliste zur "Verifizierung und Validierung der Sicherheitsanforderungen" gegeben. Die systematische Überprüfung, ob die Anforderungen an Gestaltung aud Ausführung angemessen erfüllt wurden, wird damit wesentlich einfacher.
Die Anforderungen an "sicherheitsbezogene Teile der Steuerung" wurden den Normen EN IS0 13849-1 und EN 62061 angepasst. Es wird durchgehend ein Performance Level PLd mit Struktur Kat. 3, oder SIL 2 mit Hardwarefehlertoleranz 1 mit einem Proof-Test-Intervall von nicht unter 20 Jahren gefordert. Trotz dieser Anforderungen ist es möglich, auf Basis einer umfassenden Risikobeurteilung, eine andere sicherheitsbezogene Leistungsfähigkeit des Steuerungssystems zu wählen.
Fazit: eine systematische Risikobeurteilung, welche ebenfalls durch die Maschinenrichtlinie gesetzlich gefordert wird, ist unumgänglich. Die neue EN ISO 10218-1:2011 bietet dazu ein übersichtliches und praxisgerechtes Hilfsmittel die sicherheitstechnischen Anforderungen bezüglich Roboter zu erfüllen.
